Vergebung
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Schuld ist eine Illusion?

Es ist ein Konstrukt, um in unserer Gesellschaft das Zusammenleben zu erleichtern.

Schuld basiert auf der Annahme des bewussten Handelns. Dieses ist aber oftmals gar nicht vorhanden. Wir haben zwar tausend Gründe für unser Handeln - aber woher kommen diese Gründe? Woher kommt mein nächster Gedanke? Aufgrund welcher Informationen handle ich? Aufgrund welcher (unbewussten) Emotionen handle ich? Wer “macht” diese Emotionen? Ich? Wirklich ganz bewusst ich?

Oder ist es vielleicht eher so, dass wir Gründe für unser Handeln suchen, wo die innere Entscheidung längst getroffen wurde?
Die Wissenschaft ist inzwischen auch “wach” geworden, hat dieses untersucht und herausgefunden, dass unserem Handeln ein inneres Potential im Gehirn vorausgeht. 0,7 Sekunden bevor uns etwas zu Bewusstsein kommt, ist die innere Entscheidung zum Handeln schon längst getroffen. Mit anderen Worten: Das Gehirn, unser Unterbewusstsein, wartet nicht, bis wir auf Verstandesebene entscheiden.

Entscheidungen laufen auf diese Weise fast vollkommen automatisch ab. Und der Ansatz für Vergebung, also Nicht-Anerkenntnis von Schuld, ist die Erkenntnis, dass wir alle innerlich die gleichen Interessen haben (siehe auch Grundlagen der GfK). Wenn ich das erkenne, wenn ich sehe, dass der andere - ebenso wie ich - auch seine Gründe hatte so oder so zu handeln, dann kann ich erkennen, dass er zwar gehandelt hat, aber nicht mit dem Wunsch, einen Schaden anzurichten. Jeder Mensch möchte auf seine Weise diese Welt ein bisschen besser machen.

Zweitens: Situationen, die wir “blöd” finden, haben wir auf unbewusster Ebene selber ins Leben gerufen. Auch wenn das für einige schreckliche Situationen kaum zu glauben ist, ist es dennoch wahr.

“Alles was ich an mir selbst erkenne, kann ich verändern.”

Die radikale Vergebung setzt nun diese beiden Erkenntnisse in einen Zusammenhang. Was ich erschaffen habe, kann nicht schlecht sein. Was andere erschaffen haben, kann auch nicht schlecht sein. Der Prozess des Erschaffens ist Teil des universellen (manche sagen: göttlichen) Prinzips. Alles ist, wie es ist. Erst das Urteil macht daraus etwas anderes.

“Jedes Mal, wenn uns jemand aus der Fassung bringt, müssen wir uns  vor Augen halten, dass dies eine Gelegenheit zur Vergebung ist. Die  Person, die uns ärgert, spricht möglicherweise auf etwas an, was wir bei uns heilen müssen.”
(Colin Tipping)

Siehe auch: Spiegelgesetze

Die Vergebung (sich selbst gegenüber) kann auch mit folgendem Mantra erreicht oder gesehen werden:

“Ich liebe dich. Bitte vergib mir. Es tut mir leid. Danke.”

Dabei ist zu beachten, dass wir hier immer nur uns selber vergeben. Wir benutzen das Mantra also nicht, um es anderen zu sagen oder zu senden, sondern wir benutzen es in dem Bewusstsein, dass wir es zu einer von uns erschaffenen “Idee” oder inneren Energie sagen.
Gemäß der Lehre der Huna und anderen haben wir unangenehme (ebenso wie angenehme) Situationen selber kreiert. Es gibt “da draußen” demnach nichts, das wir nicht selber erschaffen hätten. Wir fühlen uns also nur gestört von etwas, das wir selber erschaffen haben, und dieses im Außen zu verändern ergibt mit dieser Erkenntnis nur noch wenig Sinn. Wir bitten also mit diesem Mantra das um Vergebung, was wir (in uns) erschaffen haben.

Die schönste Erkenntnis bei all diesem ist, dass wir still und alleine zuhause auf dem Sofa sitzend die Welt um uns herum heilen und ein Stück bessermachen können.
Dann gehen wir später wieder hinaus in die Welt - und siehe da: Die Welt ist ein Stückchen freundlicher geworden. :-)

 

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